Sonnenfänger im Auto? Bitte nicht!
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Ich liebe es, wenn meine Sonnenfänger das Licht einfangen und wunderschöne Regenbögen in alle Richtungen verteilen. Und ich verstehe natürlich auch, dass man dieses kleine bisschen Magie am liebsten überallhin mitnehmen möchte.
Vielleicht habt ihr deshalb auch schon einmal einen Kristallsonnenfänger am Rückspiegel eines Autos hängen sehen. Sieht hübsch aus, keine Frage. Aber genau hier muss ich leider einmal die Spaßbremse spielen: Sonnenfänger gehören nicht ins Auto. Und zwar weder als Kristallsonnenfänger noch als Fenstersticker!
Warum? Das kommt jetzt.
1. Kristallsonnenfänger können bei einer Vollbremsung gefährlich werden
Ein Kristallsonnenfänger ist ein wunderschönes Dekostück, aber eben auch ein Gegenstand mit Gewicht und zerbrechlichen Glaskristallen. Wird er am Rückspiegel befestigt, hängt er frei im Innenraum und kann sich während der Fahrt bewegen.
Was bei einer normalen Fahrt vielleicht noch völlig harmlos aussieht, kann bei einer plötzlichen Vollbremsung oder einem Unfall schnell zum Problem werden.
Durch die starke Bremsung wird der Sonnenfänger nach vorne geschleudert. Dabei können die Kristalle gegen die Frontscheibe prallen. Im schlimmsten Fall können die Kristalle zerbrechen und scharfkantige Splitter durch den Innenraum fliegen. Auch Beschädigungen an der Frontscheibe sind möglich.
Und mal ehrlich: Ich möchte wirklich nicht, dass aus einem hübschen Dekoaccessoire ein Sicherheitsrisiko wird.
2. Die kleinen Regenbögen können andere Verkehrsteilnehmer*innen blenden
Die Kristallsonnenfänger sind dafür gemacht, einfallendes Licht aufzunehmen, zu brechen und in viele kleine Lichtpunkte und Regenbögen zu zerlegen. Genau das macht ihren besonderen Zauber aus!
Im Straßenverkehr kann diese Eigenschaft allerdings zum Problem werden. Je nach Sonnenstand und Einfallswinkel können die reflektierten Lichtpunkte auch andere Verkehrsteilnehmer*innen erreichen. Das kann Autofahrer*innen blenden oder zumindest irritieren und dadurch gefährliche Situationen verursachen.
Besonders ungünstig ist, dass sich die Lichtreflexionen durch die Bewegung des Autos ständig verändern können. Man kann also nicht zuverlässig kontrollieren, wohin das Licht gerade gestreut wird.
3. Aber die selbstklebenden Sonnenfänger sind doch ganz flach?
Vielleicht denkt ihr jetzt: Moment mal, meine Sonnenfänger Sticker hängen doch gar nicht frei im Raum. Die können schließlich nicht durch das Auto fliegen!
Das stimmt natürlich. Das Risiko durch herumfliegende Gegenstände besteht bei dem Stickern nicht in gleicher Weise. Trotzdem sind auch sie für die Verwendung im Auto nicht geeignet.
Unsere selbstklebenden Sonnenfänger besitzen eine Oberfläche, die ebenfalls das Licht bricht und dadurch die schönen Lichtreflexe erzeugt, die wir so lieben.
Genau diese Reflexionen können im Straßenverkehr jedoch andere Autofahrer*innen blenden oder ablenken. Auch wenn der Sticker fest an der Scheibe sitzt, lässt sich nicht kontrollieren, in welche Richtung das reflektierte Licht fällt.
Deshalb gilt auch hier: Bitte verwendet die Sonnenfänger Sticker ausschließlich an Fenstern im Wohnbereich und nicht an Autoscheiben.
Ein kleines bisschen Sicherheit geht vor
Ich weiß, dass die Sonnenfänger am Rückspiegel auf Social Media ziemlich beliebt sind und dass sie dort wirklich hübsch aussehen können. Trotzdem möchte ich euch ausdrücklich davon abraten.
Bitte verwendet weder meine Kristallsonnenfänger noch meine Sonnenfänger Sticker im Auto. Es geht dabei nicht darum, euch die Freude an schöner Dekoration zu nehmen, sondern darum, Risiken für euch und andere Verkehrsteilnehmer*innen zu vermeiden.
Passt auf euch auf!